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Sicher ans Ziel

Sicher ans Ziel

Foto: Stadt Landshut (Verwendung mit Quellenangabe honorarfrei möglich)

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Neue Kampagne rückt Regeln und Rücksicht beim Radeln in den Fokus

Zum Frühlingsbeginn und besonders während der Dultzeit steigen mehr und mehr Landshuterinnen und Landshuter wieder auf ihr Rad. Damit alle auch sicher ans Ziel kommen, ist die gegenseitige Rücksichtnahme im Straßenverkehr wichtig. Um dafür zu sensibilisieren, startet die Stadt zusammen mit der Polizeiinspektion Landshut eine neue Sicherheitsinitiative. Der diesjährige Schwerpunkt widmet sich gezielt der Problematik der Geisterradler und schärft das Bewusstsein für das richtige Verhalten auf Fahrradstraßen.

Täglich beobachten Polizei und städtische Verkehrsüberwachung Radler und zunehmend auch E-Scooter-Fahrer, die auf Radwegen in die falsche Richtung fahren oder unerlaubt den Gehweg nutzen. Diese sogenannten „Geisterradler“ bringen sich und andere in erhebliche Gefahr. „Viele Radfahrer unterschätzen das Risiko, wenn sie ‚nur mal kurz‘ den Radweg falsch herum nehmen, um einen Umweg zu sparen“, erklärt Polizeihauptkommissar Daniel Prinz. „Doch bei einem Unfall durch Radeln in falscher Richtung kann der Verursacher nicht nur für den entstandenen Schaden haften, sondern riskiert schwere Verletzungen. Geisterradeln ist eine der häufigsten Ursachen für Unfälle mit Radfahrerbeteiligung.“

Besondere Gefahrensituationen ergeben sich vor allem in Kreuzungs- und Einmündungsbereichen, da Autofahrer Radler aus der falschen Richtung nicht erwarten und deshalb auch nicht wahrnehmen. Die Straßenverkehrsordnung ist hier eindeutig: Radfahrer dürfen immer nur in Fahrtrichtung unterwegs sein. Entgegen der Fahrtrichtung zu radeln ist nur dann zulässig, wenn der Radweg mit entsprechenden Zusatzschildern ausdrücklich für beide Richtungen freigegeben ist.

An Unfallschwerpunkten und vielbefahrenen Routen werden im Rahmen der Kampagne mit Schablonen gelbe Warnhinweise auf den Boden gesprüht. „Wir wollen die Radfahrer genau dort erreichen, wo sie sich falsch verhalten – auf dem Radweg“, erklärt Larissa Gerstenberger, Mobilitätsmanagerin der Stadt. Das Prinzip der Sprühkreide-Aktion ist einfach: „Daumen hoch – Gute Fahrt!“ für alle, die auf der richtigen Seite radeln, „Daumen runter – Falsche Seite!“ als Hinweis für alle „Geisterradler“. Die gelbe Sprühkreide ist umweltfreundlich und wäscht sich nach einigen Wochen von selbst ab.

Ein zweiter Schwerpunkt der Kampagne widmet sich den Fahrradstraßen im Stadtgebiet. Viele Verkehrsteilnehmer, ob im Auto oder auf dem Rad, sind sich der dort geltenden Regeln oft unsicher. Bauzaunbanner unmittelbar entlang der Fahrradstraßen sollen daher über diese aufklären. In einer Fahrradstraße hat der Radverkehr Vorrang. Es gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h für alle; zudem dürfen Radler explizit nebeneinander fahren, während Fahrzeuge nur dann überholen dürfen, wenn ein Sicherheitsabstand von mindestens 1,5 Metern gewährleistet ist. Autos und Motorräder sind als „Gäste“ nur erlaubt, wenn ein Zusatzschild dies gestattet, und müssen ihr Tempo stets an das der Radfahrer anpassen, ohne diese zu behindern oder zu gefährden. Auch in Fahrradstraßen gilt grundsätzlich rechts vor links, außer es ist durch Verkehrszeichen anders geregelt. Halten sich alle an die Regeln, erhöht sich die Verkehrssicherheit und die Lärmbelastung sinkt. Davon profitieren alle – auch die Anwohner.

Den Kampagnenverantwortlichen geht es nicht um den „erhobenen Zeigefinger“, so Larissa Gerstenberger, sondern um ein neues Bewusstsein. Die gelben Daumen und die Banner in den Fahrradstraßen sollen zeigen: Verkehrssicherheit ist eine Gemeinschaftsaufgabe, Rücksichtnahme gilt für alle.

Mitmachen und melden:Bürger können im Rahmen der Kampagne selbst aktiv werden und gefährliche Stellen oder Wunschorte für die gelbe Sprühkreide-Aktion direkt per E-Mail an mobilitaet@landshut.de melden. Weitere Informationen zur Aktion gibt es unter: www.landshut.de/radverkehr.

Foto: Stadt Landshut (Verwendung mit Quellenangabe honorarfrei möglich)

Bildtext Bild Sprühschablone: Präsentierten die Fahrradkampagne (von rechts): Verkehrsplaner Markus Stadler, Straßenverkehrsamtsleiter Holger Braune, Mobilitätsmanagerin Larissa Gerstenberger sowie Polizeihauptkommissare Stefan Schrempf und Daniel Prinz.

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