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Wahlkampfabschluss mit Karaoke und klaren Worten

Wahlkampfabschluss mit Karaoke und klaren Worten

ÖDP Landshut

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Mit einem bewusst unkomplizierten Format hat die ÖDP (Ökologisch-Demokratische Partei) ihren Wahlkampf in Landshut ausklingen lassen. In entspannter Atmosphäre stand diesmal nicht die große Rede im Mittelpunkt, sondern die Musik – und davon gab es reichlich.

Das selbst gesetzte Motto des Abends lautete: Keine Freigetränke, keine Wahlkampfgeschenke und keine falschen Wahlversprechen („Ka Hoibe, ka Weißwurst, Karaoke“). Statt großer Bühne oder aufwendiger Inszenierung setzte die ÖDP auf ein unkompliziertes Beisammensein mit Musik und Gesprächen.

Den Auftakt machte Heiko Helmbrecht mit „(I Never Promised You a) Rose Garden“ von Lynn Anderson – ein augenzwinkernder Einstieg in die letzten Tage des Wahlkampfs. Später standen die vier Spitzenkandidaten Heiko Helmbrecht, Elke März-Granda, Wolfgang Gratz und Anja Helmbrecht-Schaar gemeinsam am Mikrofon und sangen „Don’t Stop Believin’“ von Journey – ein Titel, der an diesem Abend durchaus Programm war.

Natürlich durfte auch der ÖDP Wahlkampf-Song nicht fehlen, eine Parodie auf Trude Herrs „Ich will keine Schokolade“, die sehr gut zur Landshuter OB-Wahl passt: https://vimeo.com/1166659254

Auch die weiteren Kandidatinnen und Kandidaten beteiligten sich. Mit Dr. Johann Schuster und Dr. Ioannis Charalampakis griffen gleich zwei promovierte Listenkandidaten zum Mikrofon. Schuster sang „Azzurro“ von Adriano Celentano, Charalampakis entschied sich für einen Song von Lou Reed.

Christine Ackermann und Anja Helmbrecht-Schaar sangen gemeinsam „Über sieben Brücken musst du gehn“ von Karat – ein Lied, das gut zu einem langen Wahlkampf passt.

Nach über 50 Titeln setzte OB-Kandidat Heiko Helmbrecht schließlich mit „Die Kinettn wo i schlof“ von Wolfgang Ambros den musikalischen Schlusspunkt.

So entstand ein Abend mit viel Musik, gelegentlich schrägen Tönen, viel Gelächter und einer spürbaren Portion Zusammenhalt.

Zwischen den Liedern wurde es jedoch auch politisch.

Heiko Helmbrecht machte deutlich, dass für ihn Gesundheit und Lebensqualität der Landshuterinnen und Landshuter an erster Stelle stehen. Das rasche Wachstum der vergangenen Jahre habe zu erheblichem Flächenverbrauch geführt und die Infrastruktur überfordert. Hohe Investitionen in neue Straßen, Schulen und Kindergärten belasteten den Haushalt dauerhaft. „Landshut darf nicht im Wachstum ersticken“, so sein zentrales Anliegen. Statt weiter hohe Planungskosten für große Prestigeprojekte zu produzieren, müssten endlich die lange aufgeschobenen Schulsanierungen sowie notwendige Feuerwehrbauten umgesetzt werden. Die grundlegende Frage, in welchem Umfang die Stadt künftig wachsen soll, möchte er in die Hände der Bürger legen.

Stadträtin Elke März-Granda ging insbesondere auf die Haushaltslage ein. Während ihrer langjährigen Stadtratstätigkeit habe sie bei der Stadtratsmehrheit keinen Sparwillen entdecken können. „Unabhängig davon, wer künftig regiert, braucht es einen verantwortungsvolleren und sparsameren Umgang mit Steuergeldern. Den Landshutern müsse ehrlich vermittelt werden, dass angesichts der Lage nicht alles gleichzeitig möglich sei und die Stadt künftig kleinere Brötchen backen muss“, so März-Granda. Dabei halte sie es für wichtig, dass die Bürgerinnen und Bürger in die Entscheidung darüber einbezogen werden, welche Projekte eingespart werden sollen.

Naturschutz ist für Landshut zentral, um Lebensqualität und Artenvielfalt zu sichern. Wir wollen Flächenverbrauch begrenzen und Grünräume dauerhaft schützen.

Trotz klarer Gutachten gegen eine Bebauung der östlichen Ochsenau will die Stadtratsmehrheit dort Teilflächen bebauen. Damit werden die eigenen Entscheidungsgrundlagen infrage gestellt und erhebliche Risiken für Natur, Rechtssicherheit und Wirtschaftlichkeit in Kauf genommen. „Wir fordern daher den vollständigen Verzicht auf eine Bebauung sowie eine Stadtentwicklung, die Natur- und Klimaschutz klar über kurzfristige Interessen stellt“, betonte die Politikerin.

Der Abend zeigte viele ÖDP-Kandidatinnen und Kandidaten von ihrer persönlichen Seite – mit Musik, Engagement und klarer Haltung. Am 8. März entscheiden die Bürgerinnen und Bürger, welchen Kurs Landshut künftig einschlagen soll.

ÖDP Landshut

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